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73 Helmkamera Pacelog BC2355EXV (Teil 2)

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Im 2. Teil der Pacelog BC2355EXV geht es um Stromversorgung, Ansteuerung über LANC, Verstauung & Transport, Infos über verschiedene Objektive und sehr gute Tipps zur Justierung. Dazu gibts auch ein Video.

Hier zu sehen sind gleich 4 Möglichkeiten zur Stromversorgung der Helmkamera:

  1. 12V 7,2 Ah Bleiakku
  2. 10er Akkuhalter mit 10 NiMh 2,7 Ah Akkus
  3. 8er Batteriehalter für AA Batterien
  4. 12V 1,8 Ah Li-Ion Akku

Der Bleiakku [LINK] hier im Bild hat 2,5 kg und ist damit sehr schwer. Dafür hat er aber auch 7,2 Ah. Hier noch 2 Bleigelakkus mit 4,5 Ah und 1,46 kg für 21,95 Euro [LINK] und einer mit 2,1 Ah und 0,83 kg für 15,54 Euro [Link] . Preis/Leistungsmäßig ist kessler-elektronik [LINK] bei Bleigelakkus billiger als Reichelt [LINK] und Conrad [LINK] (Aufgrund des Gewichtes hier auf Versandkosten achten!). Billige Ladegeräte für diese Akkus gibt es ab 13 Euro, gute fangen ab 20+ Euro an. Vorteil: Sehr robust, wartungsfrei und widerstandsfähig.  Nachteil: sehr schwer, längere Ladezeiten.

Die 2. Möglichkeit liefern NiMh Akkus. 10 Stück in AA (Mignon) Form werden dazu benötigt. Bei jenen mit 2,7 Ah sind billige schon um 12 Euro für 4 Stück zu haben. Das sind 30 Euro für 10 Stück. Gute Schnelladegeräte fangen bei 30 Euro an. Vorteil: Sehr verbreitet, sehr vielseitig einsetzbar. Nachteil: müssen richtig verwendet werden damit sie an Lebensdauer nicht verlieren, bei 4er Ladegerät muss für eine volle Ladung 3x gewechselt werden, ist einer der 10 Akkus defekt funktioniert das ganze Akkupack nicht, defekte Akkus nur mit Spannungsmesser auffindbar.

Die 3. Möglichkeit sind 8 AA Batterien. Dies kommt auf die Dauer sehr teuer und daher ist davon Abstand zu nehmen.

Die 4. Möglichkeit sind 12 Volt Li-Ion Akkupacks, die zurzeit bei ebay mit 1,8 Ah und  3,5 Ah [LINK] angeboten werden. Die mit 1,8 AH habe ich inklusive Versandkosten schon für 15 Euro gesehen, die mit 3,5 Ah für 22 Euro. Das Ladegerät ist hier schon dabei. Achtung beim Bieten auf ebay - nach deutschem Stromstecker nachfragen. Vorteil: Sehr günstig, leicht, durch Standardstecker vielseitige 12V Spannung, Schalter zum Ein- und Ausschalten, Kontroll-LED für Spannung. Nachteil: wüsste ich keinen.

 

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Hier meine 2 bevorzugen Stromquellen. Der 10er Akkuhalter mit zehn 2700 mAh NiMh Akkus wiegt 324g, der 1800 mAh Li-Ion Akku wiegt 164g. Mit dem NiMh Akkupack hatte ich die Helmkamera pacelog 2355 schon 6 Stunden durchgehend in Betrieb.

Die 2355er von pacelog verbraucht 135mA. Theoretisch rennt sie daher bei 2700 mAh 20 Stunden, bei 1800 mAh 13 Stunden. Sie wird dabei ziemlich warm. Anfangs dachte ich, da stimmt etwas nicht weil sie so warm wurde.

Beim Li-Ion Akku hat man den Vorteil des Schalters - dadurch kann man die Helmkamera ohne Abstecken einfach abschalten.

 

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Unbedingt dazukaufen sollte man zu einer Helmkamera die LANC-Fernbedienung "CamEye Sport LANC". Diese gibt es in verschiedenen Software Versionen. Für die HC96 benötigt man die Version 1.6. Für 60 Euro ist sie zu haben, billiger findet man sie kaum. Dieses Kabel wird über einen 2,5 mm Klinkenstecker an die Sony DCR-HC96 angeschlossen und erleichtert die Bedienung der Helmkamera ungemein.

Funktionen:

  • Drücken auf den Schalter - HC96 schaltet sich ein und geht auf den Play/Edit Modus. Wenn alles in Ordnung ist, leuchtet die LED grün.
  • zweites mal drücken auf den Schalter - die HC96 nimmt das Bild der Helmkamera und den Ton des Mikrofons auf Band auf. Die LED leuchtet rot.
  • drücken auf den Knopf bei roter LED: Aufnahme wird pausiert.
  • 3 Sekunden langes drücken auf den Schalter bei grüner LED: LED blink kurz rot zur Bestätigung, dann schaltet sich die HC96 aus. Die HC96 ist abgeschalten sobald die LED nicht mehr grün oder rot leuchtet.
  • bei Band- oder Akkuwarnung blinkt die LED.

Dabei ist zu beachten, dass die Helmkamera durchläuft, nur die HC96 (die auch mehr Strom braucht) wird an- und ausgeschaltet.
 

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Hergestellt wird diese Fernbedienung von Skytools [LINK]. Es hat aber keinen Sinn, dort direkt zu bestellen. Bestellungen über deutsche Verkäufer kosten fast gleich viel (Versand beachten).

 

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Auch ich habe mir Gedanken gemacht, wie man die HC96 im Einsatz mit der Helmkamera transportiert. Für die meisten Anwendungen ist der Transport in einem Gehäuse im Rucksack praktisch. Hier sieht man das Pelicase 1150 das ich schon in den Beiträgen #21 und #22 vorgestellt hatte. Es ist der kleinstmöglichste Koffer dieses Herstellers, in dem die HC96 noch Platz findet.

 

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Wie hier zu sehen ist, steht das Sony AV-Kabel bei liegender HC96 sehr weit in die Höhe. Der Deckel geht zu, aber das Kabel und die Verbindung "Stecker-Buchse" werden sehr belastet und daher empfehle ich diese Variante nicht.

 

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Bei stehender HC96 geht der Deckel auch zu, nur wird die HC96 ziemlich in den Schaumstoff gedrückt. Das Gehäuse der HC96 steht dadurch unter Druck. Diese Variante empfehle ich daher auch nicht.

Das Pelicase 1150 habe ich schon um 42 Euro gesehen, besser ist jedoch das Pelicase 1200, das ich schon um 54 Euro gesehen habe [LINK]. Dieses ist etwas größer und die HC96 findet hier mit Akku und Kabeln genügend Platz.

Thorsten Rohner hat so etwas schon gebaut [LINK - runter scrollen] aber auch die Firma 2M-CAM [LINK] baut diese auf Wunsch.

 

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Ich habe die Helmkamera im Urlaub beim Snowboarden eingesetzt (Videos kommen noch) und mir einen Tag vorher dieses Gehäuse schnell zusammengebastelt. Es besteht aus einer 1l großen Frischhaltedose die sich "emsa - clip&close " nennt. Verschiedene Kaufhäuser führen solche Dosen. Ich hab sie bei Leiner für ca. 3 Euro gekauft. Die HC96 hab ich zum Testen dabei gehabt :-). 

 

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Gepolstert habe ich den Innenraum mit Schaumstoff, den ich zuhause noch von Computerteilen herumliegen hatte. Befestigt  habe ich diesen mit doppelseitigen Klebeband. An der Seite habe ich ein Loch geproxxont (meiner Meinung nach besser als Dremmel :-) ) und noch mit einem Teil einer Rohrisolierung umklebt. Damit wird das Sony AV-Kabel etwas entlastet.

 

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Durch das Loch kommt das Sony AV-Kabel und das Lanc Kabel. Zuerst wird das Lanc Kabel durchgeführt, dann dieses an die Kamera angeschlossen. Danach wird die Kamera in das Gehäuse gesteckt und das Sony AV-Kabel angeschlossen.

 

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Zur seitlichen Absicherung stecke ich noch ein paar Stücke der Rohrisolierung hinein. Die HC96 ist so gut verpackt und bewegt sich keinen mm.

 

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Alles was hier links vom grünen Strich ist, wird außerhalb des Rucksackes befestigt, die rechte Seite liegt im Rucksack. Diese Lösung ist noch nicht ganz perfekt, da Akkupack und Kabeln nicht im Gehäuse liegen und sich das AV-Kabel aus der Buchse der HC96 lösen könnte. Ich habe Akkupack und Kabel daher mit einem Gummiband fixiert und eine Haube über die ganze rechte Seite hier im Bild gestülpt. Für das nächste Gehäuse suche ich mir eine größere Dose.

 

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Ein großer Vorteil gegenüber den Pelicase-Koffer: Durch Drehung des LCDs um 180° nach außen sieht man, wohin die Helmkamera filmt und kann dadurch leicht eingestellt und kontrolliert werden. So sieht man sofort, ob die Kabelverbindungen noch fix verbunden sind und ob der Akku noch genügend Strom liefert (bei abfallender Spannung bekommt das Bild Störungen). Weiteres lässt sich der Winkel der Kamera am Helm und die genaue Ausrichtung (CCD Chip gerade drehen) einfach einstellen. Man kann auch etwas üben und sieht, was bei welcher Kopfstellung aufgenommen wird. Das ist vor allem beim Teleobjektiv sinnvoll, da dieses nur einen kleinen Teil des Sehbereiches aufnimmt.

 

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Hier sind bis auf das 8 mm alle Objektive zu sehen, welche auf der 2355 montiert werden können [LINK] .

Leider sind diese nicht direkt beschriftet. Man kann sie aber aufgrund der Objektivwölbung und Versenkung auseinander halten. Das 6 mm ist kleiner und hat eine flache vordere Linse die sehr tief liegt, das 4,3 mm ist am meisten gewölbt, das 2,9 mm am wenigsten und ist sehr wenig versenkt.

 

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Benno, ein Leser dieses Blogs, hat mir per email einen sehr guten Tipp zum Scharfstellen der Helmkamera gegeben: über einen Siemens-Stern. Ein Siemensstern ist ein Kreis mit schwarzen Strahlen zum Testen von Objektiven oder digitalen Anzeigegeräten. Umso kleiner der graue Kreis in der Mitte ist, umso besser ist das Objektiv/Monitor/LCD-Display.

Zum Scharfstellen der Helmkamera filmt man diesen und dreht das Objektiv so lange hin und her, bis der entstehende graue Innenkreis so klein wie möglich ist. Die grünen Kreise im obigen Bild stellen das symbolisch dar. Am Ende des Artikels findet man ein Video darüber.

Einen guten ausdruckbaren Siemensstern findet man bei Stefan Neudeck [LINK] hier [Download-LINK] [Download-LINK Mirror] oder einen mit weniger Strahlen bei Wikipedia [Download-Link]

Ein Siemensstern mit wenig Strahlen (wie der von Wikipedia) eignet sich für größere Entfernungen (ab 1,5 m) besser da hier die Strahlen besser zu erkennen sind. Meine Fotos wurden mit der HC96 im Play/Edit Modus über die Photo-Taste gemacht. Die Siemenssterne habe ich auf A4 auf stärkeren Papier ausgedruckt. Der CCD der Helmkamera war 65cm von der Wand entfernt. Beim Scharfstellen habe ich keinen Unterschied zwischen 65cm und 1,9m ausmachen können, also das Objektiv war bei beiden Entfernungen in der gleichen Position am schärfsten.

 

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Die Sicherungsschraube, mit der das Objektiv fixiert wird, ist sehr winzig und man sollte sie nie ganz herausschrauben. Weiters sollte man sie laut Bedienungsanleitung nicht zu fest anschrauben. Zu locker ist aber auch nichts - bei mir wurde die Schraube während einer Fahrt einmal locker und die ganzen Aufnahmen danach waren unscharf, da sich das Objektiv verdrehte. Zum Glück kontrolliere ich beim Snowboarden bei jeder Gondelfahrt das Bild ;-).

Jedes Objektiv hat 2 Gewinde und dazwischen etwas Abstand. Das 6 mm und das 3,6 mm hinterlassen auf diesem Abstand beim festeren Anschrauben der Sicherungsschraube eine kleine Kerbe, das 2,9 und das 4,3 mm am oberen Gewinde.

Durch diese Kerbe ist es möglich, das Objektiv einfach scharfzustellen (Sicherungsschraube leicht festziehen - Objektiv drehen bis kleines einrasten spürbar). Das verlangt aber etwas Feingefühl und beim 1. mal Scharfstellen - also dann, wenn die Kerbe entsteht, sollte das Objektiv wirklich an der richtigen Position stehen.

Optimal wäre eine Sicherungsschraube, die an der Spitze gummiert ist. Diese wäre dann gegen ein Loslösen gesichert und hinterlässt keine Spuren am Objektiv. Fraglich nur, ob sowas auf dieser winzigen Schraube machbar ist. 

 

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Hier alle 4 Objektive scharfgestellt zum Vergleichen des Aufnahmewinkels. Wie gesagt ist die Helmkamera 65mm von diesen Siemenssternen entfernt. Die Fotos sagen wenig über die Qualität der Helmkamera aus, Videos sehen wesentlich besser aus. Was hier wie Vignettierung aussieht, ist keine. Ich habe einen 500W Halogen-Strahler auf den mittleren Siemens-Stern gerichtet. Dadurch ist diese Abschattung entstanden.

 

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Laut Bedienungsanleitung wird empfohlen, die Objektive über einen TV oder Monitor scharf zu stellen. Beim Monitor geht das einfach über Firewire und der Freeware WinDV [LINK] . WinDV liefert nicht das beste "Live" Bild (diverse Schnittprogramme sind besser) da viele Bildblöcke erscheinen. Zum Einstellen genügt es aber.

Jedenfalls habe ich versucht nur über den LCD der Sony DCR-HC96 scharf zu stellen. Ich sehe hier weder bei diesem Weitwinkel...

 

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... noch bei diesem Teleobjektiv einen Unterschied.

 

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Zum Schutz kommen die Objektive von Pacelog mit diesen Schutzkappen - leider nur für die Vorderseite der Objektive.

Staub und Schmutz kann man beim Justieren des Objektivs einfach feststellen. Der Staub am Objektiv ist durch die Drehbewegung einfach zu sehen.

Dieses Video soll zeigen was gemeint ist und zeigt auch das Justieren mittels Siemensstern:

Im nächsten Beitrag über diese Helmkamera sind dann endlich Videos zu sehen :-).

29.2.08 07:09
 


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