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Ohrwurm Teil 1

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Was hier wie ein sportlicher Ohrhörer aussieht ist in Wirklichkeit ein Mikrofon. Es handelt sich dabei um ein so genanntes binaurales Mikrofon. Dieses hier nennt sich Ohrwurm und ist eine Erfindung von Wolfgang Winne. Die Homepage mit Tonbeispiele dazu gibt es hier

Da ich dieses Mikrofon sehr umfangreich getestet habe, ist der Test auf mehrere Beiträge aufgeteilt worden. Heute geht es um die Funktion und Handhabung.

 

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Der Ohrwurm besteht neben 3,5mm Stecker und Kabeln aus 2 Ohrbügel, in denen sich je eine hochwertige Mikrofonkapsel befindet. Die technischen Detais dazu findet man auf der Hompage .

Die Ohrbügeln werden wie normale Ohrhörer links und rechts auf die Ohren gesteckt. So wird genau das aufgenommen, was der Mensch hört. Diese Aufnahmeart wird Binaurale Tonaufnahme bezeichnet und unterscheidet sich von einer Stereoaufnahme.

 

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Über diese 4 Öffnungen gelangt der Ton zur Mikrofonkapsel.

 

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Auf der Rückseite befinden sich kleine Öffnungen, die allerdings nicht zur Tonaufnahme dienen.

 

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Das Kabel hat die Stärke von normalen Ohrstöpseln. Eine Zugentlastung des Kabels kann ich durch das Loch im Ohrbügel nicht erkennen, wird aber sicher vorhanden sein.

 

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Angeschlossen wird der Ohrwurm über einen 3,5mm Stereo-Klinkenstecker. Die Stromversorgung des Ohrwurmes muss die Klinkenbuchse sicherstellen (Plug in Power).

 

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Der gebogene Ohrbügel sitzt (zumindest auf meinen Ohren) gut und verhindert ein unabsichtliches Abrutschen aus dem Ohr.

 

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Der Ohrwurm hat auch einen eigenen Windschutz. Dieser hat die Form eines Ohrwärmers.

 

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Der Windschutz hat 2 Schalen, die mit einem verstellbaren Plastikband verbunden sind. Diese Schalen werden über den Ohrwurm gelegt.

Das Plastikband empfinde ich sehr widerspenstig. Es ist immer ein kleiner Kampf, den Windschutz aufzusetzen. 

 

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Das Fell des Windschutzes ist abnehmbar. Das ist auch gut für die Reinigung.

 

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Darunter befindet sich eine Plastikschale mit angeklebtem Schaumstoff.

 

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Der Windschutz schützt das Mikrofon mit Hilfe von Fell und Schaumstoffschicht. Ich hab das selbst getestet, da kommt nichts durch, auch wenn es noch so stürmt.

 

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Sauber verarbeitet: Tonfell mit eingenähtem Gummiband.

Ich muss zugeben mit diesem Windschutz herumzulaufen ist nicht jedermanns Sache. Es sieht sehr komisch aus mitten im Sommer mit Ohrwärmer herumzulaufen (im Winter auch ;-) ). Aber er erfüllt seinen Zweck sehr gut, ohne diesen würde ich keine Aufnahme im Freien machen. Ein wenig Wind geht immer. Aber dazu gibt es in den folgenden Beiträgen mehr.

 

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In den nächsten Beiträgen geht es darum wie sich der Ohrwurm auf der Sony DCR-HC96 macht.

 

 

 

 

23.6.07 08:39


56 Sony HVL-HIRL Kameralicht

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Die HVL-HIRL wird über den Active Interface Shoe (AIS) von Sony angeschlossen und über diesen mit Strom versorgt. Dies bedingt eine Verkürzung der maximalen Filmdauer bei Verwendung des Lichtes.

Die Lampe wird über 2 Schiebeschalter geregelt. Der rechte hier hat 4 Positionen:

  • OFF: Licht aus
  • Auto: Licht schaltet sich bei Dämmerung automatisch ein, aber nach 5min ab.
  • LIGHT: Licht brennt immer (bis der Akku leer ist)
  • IR LIGHT: Das Infrarotlicht der Lampe leuchtet bei eingeschaltetem Nightshot


Der linke Schalter regelt nur die Leuchtkraft des Infrarotlichtes, die normale Lampe ist damit nicht regelbar. Da man sowieso immer die maximale Leuchtkraft haben möchte, finde ich diesen Schalter unnötig.

Die kleine MiniLED links neben "IR Light" leuchtet auf wenn sich die HC96 im Nightshotmodus befindet und der rechte Schiebeschalter auf "IR Light" steht.

 

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Die Lampe von den anderen Seiten betrachtet. Die helle Fläche vorne ist der Reflektor für die normale Lampe, die dunkle Fläche ist die Abdeckung der IR-LEDs.

 

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HC96 und HIRL von rechts...

 

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... und von Links betrachtet.

 

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Sony DCR-HC96 mit eingeschaltetem Kameralicht der HVL-HIRL. Nach 15 Minuten leuchten ist diese sehr heiß - also Finger weg.

 

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Hier ein Foto mit eingeschaltetem Infrarotlicht (IR) im Nightshotmodus. Insgesamt sind 9 IR LEDs auf der HVL-HIRL und eine auf der Sony DCR-HC96. Jede dieser 9 LEDs ist in etwa genauso hell wie die HC96 LED. Mit normalem Auge betrachtet leuchten die IR LEDs dunkelrot. Man sollte aber nicht lange direkt in die IR LEDs blicken.

CCD Chips wie jener in meiner Digitalkamera, reagieren empfindlich auf IR-Licht. Deswegen liegt vor jedem CCD Chip ein Filter, der das IR-Licht wegfiltert. Ohne diesen würden normale Aufnahmen einen roten Farbstich haben. Sony Camcorder bieten einen wegklappbaren IR-Filter. Beim schalten auf Nightshot wird dieser vom CCD Chip entfernt und der Chip kann dann IR-Licht sehen.

 

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Dieses Foto wurde mit Blitz gemacht, im Gegensatz zum vorigen Bild erscheinen die IR LEDs hier rosa. Hier sind die Infrarot LEDs der Sony HVL-HIRL und der HC96 gut zu sehen. Wie sichtbar diese LEDs sind kann jeder an seiner HC96 selber probieren: Einfach Nightshot einschalten und die Kamerafront betrachten (dabei muss im Menü die Nightshot LED aktiviert sein).

 

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Die eingeschalteten IR-LEDs ganz nah betrachtet. Die LEDs sind zwar mit dem Auge sichtbar, das IR Licht hingegen nicht.

 

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Die HVL-HIRL verfügt über eine 3 Watt Birne, die mit 100 Stunden Betriebszeit angegeben ist. Diese kann man einfach auswechseln. Die vordere Abdeckung kann leicht mit Hilfe einer kleinen Münze abgenommen werden. Details dazu findet man in der Bedienungsanleitung .

Für die IR-LEDs ist es übrigens egal, ob die Abdeckung drauf ist oder nicht. Sie strahlen kein sichtbares sondern immer nur IR-Licht ab. Das abgestrahlte IR-Licht dringt ohne Probleme durch die dunkle Abdeckung und wird nicht abgeschwächt.

 

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Wie sieht es nun mit der Leuchtkraft dieser IR-LEDs aus. Bringt es was im Vergleich zum normalen Nightshot Licht der DCR-HC96? Die Folgenden Bilder sollen es zeigen. Bei den Vergleichsfotos wurde immer von derselben Position aus aufgenommen.

 

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Dieses Bild im Nightshotmodus zeigt links die einzelne IR-LED der Sony DCR-HC96 und rechts das zugeschaltete IR-Licht der HVL-HIRL (auf maximale Stufe geschaltet - ist bei allen Fotos so). Der Strauch war etwas über 1m von mir entfernt.

 

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Fotos aus dem Tapemodus: Ein kleiner Blick in die Ferne. Oben nur die HC96, unten mit HIRL.

 

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Wieder Tapemodus. Oben IR der HC96, unten IR der HVL-HIRL. Das untere Foto könnte direkt aus einem Krimi kommen :-) .

 

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Hier 2 Fotos, diesmal mit dem normalen Kameralicht der HVL-HIRL. Links 2m vom Baumstamm entfernt, rechts 1m. Also richtig ausgeleuchtet wird da nichts.

Ich habe auch Fotos mit Menschen damit gemacht, aber die wollen alle nicht ins Internet :-). Personen werden besser beleuchtet als so ein Baumstamm und können auf 1m mit der HIRL gut ins Licht gerückt werden. Auf z.B. dunklen Parties und Feiern durchaus brauchbar bis maximal 1,5m.

 

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Hier war es vollkommen dunkel, alle Fotos stammen vom Tapemodus und sind von derselben Position aus gemacht worden.

Diesesmal gibt es wieder ein Video. Es sind die verschiedenen Beleuchtungen im Vergleich zu sehen.

Video auf YouTube
 

 

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Fazit:

Sie ist klein und praktisch, eine Kombination von Infrarot und normalen Licht. auf kleinstem Raum. Das IR-Licht gefällt mir sehr, aber die HVL-HIRL ist mir mit derzeit 100 Euro einfach zu teuer. 50 Euro würde ich für angemessen halten, ist halt ein Sony-Zubehörpreis.

Ich vermute, dass die HVL-IRM (kostet rund 60 Euro) noch mehr IR-Licht bietet. Wer also eine stärkere IR-Leuchte benötigt, dem würde ich zur IRM raten. 

 

Vorschau:

Das Thema IR-Licht und Lampen werde ich bald wieder aufgreifen. 

 

 

 

15.6.07 01:31


Sonnenblende

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Für meine Sony DCR-HC96 habe ich eine runde Sonnenblende aus Gummi. Diese Gegenlichtblende ist für 16:9 Aufnahmen nicht ganz optimal, aber es ist besser als nichts. Sie hat ein 49mm Gewinde und ich habe sie über 2 Adapter (30 zu 46 und 46 zu 49 ) montiert.

Wieviel diese Gummiblende bringt, werde ich hier zeigen.

 

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Die Gegenlichtblende ist aus Gummi und daher faltbar. Nur das Gewinde ist aus Metall.

 

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Abgeschraubt ist sie so sehr leicht verstaubar. Eine Blende aus Kunststoff ist nicht so flach.

 

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Dieses und die folgenden Vergleichsbilder sollen zeigen, wie sich das Bild mit der Blende verbessern kann. Die Gegenlichtblende verhindert, dass seitlich einfallendes Licht auf das Objektiv trifft und Reflexionen hervorruft. Das Objektiv hat zwar eine Beschichtung gegen Reflexionen, diese wirkt aber auch keine Wunder.

Auch große Kameras mit größeren Objektiven arbeiten mit Sonnenblenden. Diese sind verstellbar und sind unter dem Namen Kompendium bekannt. Dazu gibt es noch eine große Klappe, die noch mehr Licht von oben abschirmen soll. Sie wird "French Flag" genannt. Es wird also sehr viel Aufwand betrieben, um störendes Licht abzuhalten.

Für diese Vergleichsbilder habe ich mir eine Situation ausgesucht mit mitteltief stehender Sonne. Alle Aufnahmen sind Fotos, welche im Videomodus mit voller Automatik gemacht wurden (Auflösung ist dort 640x480 ). Die obere Bildhälfte zeigt immer das Foto ohne Blende, die untere Bildhälfte das Foto mit Blende. 

 

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Die Reflexionen verschwinden und das Bild hat einen höheren Kontrast. Ohne Sonnenblende wirkt das Bild "milchig". Weiters verschwindet der "Smeareffekt" (senkrechter heller Strich den helle Lichtquellen bei CCD Sensoren verursachen) von Lichtquellen, die sich zwar nicht im Bild befinden, aber trotzdem auf den CCD Sensor treffen. Das kommt daher, da nur rund 2M Pixel von 3M Pixel für die Videoaufzeichnung verwendet werden. Der Rest bleibt wegen 16:9 Aufnahme und Bildstabilisator über.

 

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Hier ist nur eine klein rautenförmige Reflexion zu sehen. Durch den Wegfall des Streulichtes wird das Bild kräftiger, das Grün des Grases wirkt "satter".

Den Effekt einer Gegenlichtblende kann jeder selber testen - einfach eine Situation suchen, wo man Reflexionen hat und dann die flachen Hand vorne über dem Objektiv so halten, dass diese verschwinden.

Zu finden sind solche Blenden z.B. bei ebay unter dieser Suche . Ich habe eine 49mm Blende, bin aber damit nicht ganz zufrieden. Abschattungen des sichtbaren Bildbereiches am Bildrand (Vignettiereung ) habe ich nicht, aber sie ist etwas zu groß und entfernt daher Streulicht nicht optimal.

Daher empfehle ich eine Gummiblende für 46mm und darunter. Montiert werden diese über einen Adapter zum 30mm Kameragewinde. Am besten wären rechteckige Blenden im 16:9 Format, aber bisher habe ich noch keine gefunden.

 

 

  

9.6.07 19:33


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