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64 DIY Steadycam

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Ein Traum eines begeisterten Hobbyfilmers ist eine Steadycam. Leider sind die käuflich erwerbbaren fast so teuer wie der Camcorder selber. Ein Leser aus Brasilien namens Mitinari (kurz Miti) hat sich diesen Traum erfüllt und sich eine Steadycam für seine HC96 selbst gebaut. Diese ist hier im Bild zu sehen und er hat mich gebeten, einen Artikel darüber zu schreiben.

 

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Die wesentlichen Bestandteile sind Griff, Gelenk, Grundplatte, Arm und Gegengewicht.

Was dazu benötigt wird:

Griff:

  • Fahrradgriff
  • 10 cm Aluminiumrohr mit 3 cm Durchmesser

Gelenk:

  • Manfrotto 482 Kugelkopf (kostet ca. 30 Euro)

Grundplatte:

  • MDF Holzbrett mit 160 x 60 x 8 mm
  • 1/4" UNC Schraube (Stativschraube)
  • 2 Winkeleisen
  • Filzkleber
  • 2 Flügelmuttern
  • 2 x 25 mm x 0,5 mm Schrauben mit Beilagscheiben
  • Stück Filz
  • Wasserwaage

Arm:

  • 2 x Aluminiumprofil mit 236 mm
  • 2 x Aluminiumprofil mit 342 mm
  • 9 cm x 0,5mm Schraube mit Beilagscheibe und Mutter

Gegengewicht:

  •  Gummiband
  • 4 Eisenbarren mit je 50g

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  1. Gummiband
  2. Eisenbarren
  3. Schrauben mit Flügelmuttern
  4. Grundplatte
  5. Griff
  6. Arm

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Die Grundplatte wurde schwarz lackiert und mit Filz überzogen. Ich bevorzuge hier Kork.

 

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Auf der Unterseite der Grundplatte sind die 2 Winkeleisen, in denen der Arm eingehängt wird, befestigt. Dazu werden die Schrauben und die Flügelmuttern verwendet. In der Mitte befindet sich die Platte vom Manfrotto Kugelkopf und ganz rechts ist die Wasserwaage zu sehen.

 

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Die 2 Winkeleisen der Grundplatte.

 

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So sieht der Manfrotto Kugelkopf 482 aus. Mit ca. 30 Euro das teuerste an dieser Steadycam.

 

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  1. Eisenbarren
  2. Schraube
  3. Griff

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  1. 9 cm x 0,5mm Schraube mit Beilagscheibe und Rändelschraube
  2. 2 x 25 mm x 0,5 mm Schrauben mit Beilagscheiben und Flügelmuttern
  3. 1/4" UNC Stativschraube

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Der Plan der Grundplatte. Aus Holz schnell gefertigt, Aluminium eignet sich sicher auch gut.

 

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Plan der gesamten Steadycamhalterung.

 

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So werden die Eisenbarren an den Arm befestigt: Einfach mit dem Gummiband. Zum austarieren kann das Gewicht so auch leicht verschoben werden.

 

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Miti zeigt hier neben der eigentlichen Verwendung als Steadycam auch andere Möglichkeiten, wie man das Stativ verwenden kann.

 

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Auch als Schulterstativ soll es nutzbar sein.

 

Folgende Bilder sollten einen Nachbau ohne größere Probleme ermöglichen: 

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Oben zu sehen ist das Steadycam Merlin [LINK], welches in Europa für 850 Euro zu haben ist. Die Konstruktion von Miti ist daran angelehnt.

Die Idee hat Miti von dieser italienischen Seite [LINK] . Dort wird hier [LINK] und hier [LINK] näher darauf eingegangen. Leider sind die Artikel dort in italienisch und spanisch, zum Nachbauen sollte das aber kein Problem sein.

Das Merlin in Aktion kann man hier [LINK] und hier [LINK] betrachten.

Ein Video von diesem DIY Steadycam von Miti gibt es auch, und zwar hier [LINK] .

 

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Mir gefällt diese Konstruktion sehr und werde mir sowas (sicher etwas abgeändert) selber bauen. Sobald meine Steadycam fertig ist, werde ich davon hier berichten.

 

 

 

 

24.9.07 05:14


Spektralfilter

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Vor dem Objektiv der Sony DCR-HC96 befindet sich ein 30mm Gewinde, auf das man diverse Filter aufschrauben kann. Nicht viele sind von praktischem Nutzen. Ich möchte hier über Spektralfilter berichten, die um Lichtquellen färbig aufgeteilte Strahlen erzeugen.

Es handelt sich dabei um Filter der Marke UNOMAT, welche hier [LINK] von Photo Schemkes [LINK] angeboten werden.

 

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Nach der Zahlung wurden die Filter innerhalb einer Woche geliefert.

 

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Enthalten sind diese 3 Dosen mit Filter. Auf 2 Filter sind die mitgelieferten Adapter angeschraubt.

 

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Der Lieferumfang:

  • unomat DR-8x (erzeugt 8 Strahlen um die Lichtquelle)
  • unomat DR-36x (erzeugt 36 Strahlen um die Lichtquelle)
  • unomat DR-HALO (erzeugt einen färbigen Kreis um die Lichtquelle)
  • Adapter von 46 auf 52mm
  • Adapter von 49 auf 52mm

Das ganze für nur 9,95 Euro + Lieferung (D: 2,50 Euro, Ö: 6 Euro).

 

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Die Befestigung auf der HC96:

  1. 30 auf 46mm Adapter
  2. 46 auf 52mm Adapter
  3. Filter mit 52mm Gewinde
 

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So sieht eine Aufnahme mit dem UNOMAT DR-8x aus. Links steht eine Kerze, rechts eine offene Mini Maglite.

 

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Diese Aufnahme wurde nur mit dem Licht der Kerze und der Maglite gemacht. Der Filter ist drehbar und dadurch kann man die Strahlen ausrichten.

 

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Das selbe Bild wie vorher im Nightshot Modus.

 

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Der Aufbau von vorne. Die Filterscheibe schimmert mehrfärbig. Der Filter verdeckt teilweise den Blitz.

 

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Dadurch erhält man solche abgedunkelten Fotos bei Verwendung des Blitzes.

  

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Nicht geeignet sind diese Filter bei großflächigen Lichtquellen wie hier eine Lampe mit Abdeckung. Glühbirnen und Neonröhren eignen sich auch nicht besonders. Die Lichtstrahlen sind bei diesen Lichtquellen nicht schön.

 

Um sich den Effekt dieser Filter besser vorzustellen, habe ich ein Video zusammengestellt:


Das Video zeigt die verschiedenen Filter mit den verschiedenen Lichtquellen. Die Filter werden auch während der Aufnahme gedreht. Das sollte man bei normalen Aufnahmen nicht tun, da es nicht gut aussieht und man das Drehen deutlich hört.
 

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Gekauft habe ich dieses Set, weil ich einen 46 zu 52mm Adapter benötigte. Da dieser bei den meisten Shops 6-8 Euro kostet, habe ich gleich dieses Set genommen und bekomme 3 Filter und noch einen 2. Adapter dazu.

Wer auch so einen Adapter benötigt: Es werden noch andere Sets [LINK] mit anderen Filtern angeboten. Ich habe mir eines der billigen um 9,95 Euro ausgesucht da nur der Adapter der Kaufgrund war.



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Fazit:

Eine nette Spielerei, mehr aber nicht. Ich finde nur den DR-8x und DR-36x schön. Der DR-HALO erzeugt nicht immer einen geschlossenen Kreis. Man sollte sich auch überlegen, ob und wann man solche Aufnahmen benötigt. Ich kann es mir nur bei einer Aufnahme von vielen Kerzen vorstellen. Aber dafür gibt es Sternfilter, die einen schöneren Effekt als diese Spektralfilter erzeugen.

Wie gesagt ist es ein sehr günstiges Angebot wenn jemand 46-52mm oder 49-52mm Adapter sucht. Diese sind aus Metall und hochwertig gefertigt. Für manchen ist das Set mit dem UV-Filter [LINK] oder Grau-Filter [LINK] nützlicher.

 

 

 

3.7.07 03:51


Ohrwurm Teil 2

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Heute sehen wir uns an, was der Ohrwurm soundtechnisch auf der Sony DCR-HC96e hergibt. Getestet wurde der Ohrwurm II von www.ohrwurmaudio.de, angeschlossen an der HC96 über den Mic-Adapter VMC-K100.

Weiters wurde der passende  Windschutz dazu mitgetestet. 

 

Hören wir uns ein erstes Beispiel an:

Westbahnhof (Intern - Ohrwurm ohne Windschutz)

Das wurde in einer Bahnhofshalle aufgenommen. Man hört zuerst die Aufnahme mit dem internen Mikrofon von Sony, einen kurzen Signalton und dann die Aufnahme mit dem Ohrwurm.

Etwas scheint hier nicht zu stimmen, sehen wir es uns genauer an...

 

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Das ist die Audiodatei (wav) des obigen Beispieles in der Spektralfrequenzanzeige. Es handelt sich dabei um eine Stereospur. Oben ist die linke, unten die rechte Spur zu sehen. Grob gesagt sieht man hier die Lautstärke auf die Frequenzen aufgeteilt. Es geht von Gelb über Rot bis Violett. Gelb ist laut, Violett leise.

Links ist die Aufnahme des Sony internen Mikrofons zu sehen, rechts der Ohrwurm (beide Aufnahmen durch den Signalton getrennt). Das Muster der Ohrwurmaufnahme sieht irgendwie der Deutschen Fahne ähnlich (nur nebenbei, tut nichts zur Sache ). Der Ohrwurm übersteuert hier.

 

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Hier die selbe Aufnahme in der bekannteren Wellenformanzeige. Die Aufnahme durch den Ohrwurm ist zu laut und übersteuert. Wie wir später sehen werden, ist das aber nicht immer so. Es tritt nur in lauter Umgebung auf (z.B: Straßenverkehr, Baulärm).

Ich vermute, das dies mit der Expanderbox, welche als Zubehör zum Ohrwurm erhältlich ist, nicht auftritt. Die im Ohrwurm verbauten Mikrofonkapseln arbeiten mit einer Speisespannung von 1,65 bis 10 Volt. Der VMC-K100 liefert durch die DCR-HC96 2,4 Volt, mit der Expanderbox würde der Ohrwurm mit 9 Volt gespeist werden.

 

Ich empfehle bei Aufnahmen mit dem Ohrwurm wann immer es geht den Windschutz zu verwenden. Warum zeigen folgende zwei Hörproben:

Ohrwurm mit Windschutz an Ventilator gehalten:

Ventilator (Ohrwurm kurz ohne, dann mit Windschutz)

Man hört wie ich den Windschutz aufsetze und dann abwechselnd das linke und das rechte Ohr an den Ventilator halte.

 

Gehen am Kieselweg (Sony intern - Ohrwurm ohne Windschutz, Ohrwurm mit Windschutz)

Es war hier so gut wie Windstill. Die gut hörbaren Störgeräusche durch den Windzug entstanden nur durch das Herumgehen.

 

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Hier die vorige Aufnahme in der Spektralfrequenzanzeige. Die 2 Pfeile zeigen 2 Störgeräusche im Bereich von 6500 und 9000 Hz. Wie hier auch zu sehen ist tritt es nicht immer auf. Es hat hier während der Aufnahme einfach begonnen. Man braucht auch gute Lautsprecher/Kopfhörer und muss etwas audiophil sein um dieses Surren herauszuhören.

 

Hier ein weiteres Beispiel bei (fast) völliger Stille im Raum:

Stille (Sony intern - Ohrwurm) 

Gut zu hören sind die Bandlaufgeräusche der Sony beim internen Mikrofon. Diese sind bei der Ohrwurmaufnahme auch einmal kurz zu hören da ich die Kamera in Richtung Ohrwurm gebracht hatte.

 

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So sieht das vorige Beispiel aus. Die hohen Störgeräusche sind hier gut erkennbar.

 

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Das folgende Beispiel habe ich bearbeitet. Einmal ist nur der bereich von 6000 bis 9000 Hz zu hören (1) und einmal habe ich diesen Bereich entfernt (2).

Hier entfaltet sich übrigens die wahre Stärke des Ohrwurmes: Tolle ATMO Aufnahmen bei ruhiger Umgebung:

Morgen (Ohrwurm mit Windschutz)

Ohne das hohe Störgeräusch ist die Aufnahme ein echter Genuss. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, was die Ursache für dieses Surren ist. Bei anderen Mikrofonen tritt dies nicht auf. Ich vermute, dass auch hier die Expanderbox die Lösung dafür ist.

 

Die folgende Aufnahme soll zeigen, wie gut die Richtungsempfindung durch den Ohrwurm wirkt. Ich habe einen Surroundtest meiner 5.1 Anlage durchgeführt, dabei saß ich mit dem Ohrwurm in der Mitte. Zunächst hört man das interne Mikrofon, dann den Ohrwurm:

Surroundtest (internes Mikrofon - Ohrwurm mit Windschutz) 

Am besten klingt es mit Kopfhörer (in WinXP "Systemsteuerung - Sounds und Audiogeräte - Lautstärke - Erweitert... - Lautsprecher - Lautsprecher Setup" auf Stereokopfhörer stellen nicht vergessen.). Das gilt auch für die anderen Aufnahmen mit dem Ohrwurm.

 

Die ganzen Beispiele und noch weiter Proben gibt es hier zum Download (Sollte ein Link nicht mehr funktionieren, bitte ich um eine kurze Mail oder Kommentar hier):

Reine WAV Dateien (108 MB)

Als MP3 Dateien (13 MB)

Kennzeichnung der Dateien:

  • O: Ohrwurm ohne Windschutz
  • M: Ohwrum mit Windschutz
  • i: internes Mikrofon der DCR-HC96

Also z.B. "auto OiO" bedeutet man hört zunächst den Ohrwurm ohne Windschutz, dann das interne Mikrofon und dann wieder den Ohrwurm ohne Windschutz. Getrennt sind diese Hörproben mit Pausen oder Signaltöne. 

 

Tipps:

Bei der Aufnahme immer dorthin sehen, wohin auch das Objektiv der Kamera blickt. Also den Kopf nicht verdrehen, da diese Richtungsänderung hörbar ist.

Weiters nicht Kaugummi kauen, am Kopf kratzen, etc. - wird alles aufgenommen.

Die Kamera etwa 50cm vom Ohrwurm entfernt halten, sonst werden die Bandlaufgeräusche aufgezeichnet - der Ohrwurm "hört" besser als man selber hört.

 

Fazit:

Der Ohrwurm ist ein sehr gutes ATMO Mikrofon. Für Aufnahmen in freier Natur sehr gut geeignet. Beim Kauf unbedingt den Windschutz und die Expanderbox mitbestellen. Ich vermute mit der Expanderbox bessere Aufnahmen und weniger Probleme zu bekommen.

 

 

 

 

29.6.07 06:35


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