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73 Helmkamera Pacelog BC2355EXV (Teil 2)

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Im 2. Teil der Pacelog BC2355EXV geht es um Stromversorgung, Ansteuerung über LANC, Verstauung & Transport, Infos über verschiedene Objektive und sehr gute Tipps zur Justierung. Dazu gibts auch ein Video.

Hier zu sehen sind gleich 4 Möglichkeiten zur Stromversorgung der Helmkamera:

  1. 12V 7,2 Ah Bleiakku
  2. 10er Akkuhalter mit 10 NiMh 2,7 Ah Akkus
  3. 8er Batteriehalter für AA Batterien
  4. 12V 1,8 Ah Li-Ion Akku

Der Bleiakku [LINK] hier im Bild hat 2,5 kg und ist damit sehr schwer. Dafür hat er aber auch 7,2 Ah. Hier noch 2 Bleigelakkus mit 4,5 Ah und 1,46 kg für 21,95 Euro [LINK] und einer mit 2,1 Ah und 0,83 kg für 15,54 Euro [Link] . Preis/Leistungsmäßig ist kessler-elektronik [LINK] bei Bleigelakkus billiger als Reichelt [LINK] und Conrad [LINK] (Aufgrund des Gewichtes hier auf Versandkosten achten!). Billige Ladegeräte für diese Akkus gibt es ab 13 Euro, gute fangen ab 20+ Euro an. Vorteil: Sehr robust, wartungsfrei und widerstandsfähig.  Nachteil: sehr schwer, längere Ladezeiten.

Die 2. Möglichkeit liefern NiMh Akkus. 10 Stück in AA (Mignon) Form werden dazu benötigt. Bei jenen mit 2,7 Ah sind billige schon um 12 Euro für 4 Stück zu haben. Das sind 30 Euro für 10 Stück. Gute Schnelladegeräte fangen bei 30 Euro an. Vorteil: Sehr verbreitet, sehr vielseitig einsetzbar. Nachteil: müssen richtig verwendet werden damit sie an Lebensdauer nicht verlieren, bei 4er Ladegerät muss für eine volle Ladung 3x gewechselt werden, ist einer der 10 Akkus defekt funktioniert das ganze Akkupack nicht, defekte Akkus nur mit Spannungsmesser auffindbar.

Die 3. Möglichkeit sind 8 AA Batterien. Dies kommt auf die Dauer sehr teuer und daher ist davon Abstand zu nehmen.

Die 4. Möglichkeit sind 12 Volt Li-Ion Akkupacks, die zurzeit bei ebay mit 1,8 Ah und  3,5 Ah [LINK] angeboten werden. Die mit 1,8 AH habe ich inklusive Versandkosten schon für 15 Euro gesehen, die mit 3,5 Ah für 22 Euro. Das Ladegerät ist hier schon dabei. Achtung beim Bieten auf ebay - nach deutschem Stromstecker nachfragen. Vorteil: Sehr günstig, leicht, durch Standardstecker vielseitige 12V Spannung, Schalter zum Ein- und Ausschalten, Kontroll-LED für Spannung. Nachteil: wüsste ich keinen.

 

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Hier meine 2 bevorzugen Stromquellen. Der 10er Akkuhalter mit zehn 2700 mAh NiMh Akkus wiegt 324g, der 1800 mAh Li-Ion Akku wiegt 164g. Mit dem NiMh Akkupack hatte ich die Helmkamera pacelog 2355 schon 6 Stunden durchgehend in Betrieb.

Die 2355er von pacelog verbraucht 135mA. Theoretisch rennt sie daher bei 2700 mAh 20 Stunden, bei 1800 mAh 13 Stunden. Sie wird dabei ziemlich warm. Anfangs dachte ich, da stimmt etwas nicht weil sie so warm wurde.

Beim Li-Ion Akku hat man den Vorteil des Schalters - dadurch kann man die Helmkamera ohne Abstecken einfach abschalten.

 

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Unbedingt dazukaufen sollte man zu einer Helmkamera die LANC-Fernbedienung "CamEye Sport LANC". Diese gibt es in verschiedenen Software Versionen. Für die HC96 benötigt man die Version 1.6. Für 60 Euro ist sie zu haben, billiger findet man sie kaum. Dieses Kabel wird über einen 2,5 mm Klinkenstecker an die Sony DCR-HC96 angeschlossen und erleichtert die Bedienung der Helmkamera ungemein.

Funktionen:

  • Drücken auf den Schalter - HC96 schaltet sich ein und geht auf den Play/Edit Modus. Wenn alles in Ordnung ist, leuchtet die LED grün.
  • zweites mal drücken auf den Schalter - die HC96 nimmt das Bild der Helmkamera und den Ton des Mikrofons auf Band auf. Die LED leuchtet rot.
  • drücken auf den Knopf bei roter LED: Aufnahme wird pausiert.
  • 3 Sekunden langes drücken auf den Schalter bei grüner LED: LED blink kurz rot zur Bestätigung, dann schaltet sich die HC96 aus. Die HC96 ist abgeschalten sobald die LED nicht mehr grün oder rot leuchtet.
  • bei Band- oder Akkuwarnung blinkt die LED.

Dabei ist zu beachten, dass die Helmkamera durchläuft, nur die HC96 (die auch mehr Strom braucht) wird an- und ausgeschaltet.
 

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Hergestellt wird diese Fernbedienung von Skytools [LINK]. Es hat aber keinen Sinn, dort direkt zu bestellen. Bestellungen über deutsche Verkäufer kosten fast gleich viel (Versand beachten).

 

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Auch ich habe mir Gedanken gemacht, wie man die HC96 im Einsatz mit der Helmkamera transportiert. Für die meisten Anwendungen ist der Transport in einem Gehäuse im Rucksack praktisch. Hier sieht man das Pelicase 1150 das ich schon in den Beiträgen #21 und #22 vorgestellt hatte. Es ist der kleinstmöglichste Koffer dieses Herstellers, in dem die HC96 noch Platz findet.

 

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Wie hier zu sehen ist, steht das Sony AV-Kabel bei liegender HC96 sehr weit in die Höhe. Der Deckel geht zu, aber das Kabel und die Verbindung "Stecker-Buchse" werden sehr belastet und daher empfehle ich diese Variante nicht.

 

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Bei stehender HC96 geht der Deckel auch zu, nur wird die HC96 ziemlich in den Schaumstoff gedrückt. Das Gehäuse der HC96 steht dadurch unter Druck. Diese Variante empfehle ich daher auch nicht.

Das Pelicase 1150 habe ich schon um 42 Euro gesehen, besser ist jedoch das Pelicase 1200, das ich schon um 54 Euro gesehen habe [LINK]. Dieses ist etwas größer und die HC96 findet hier mit Akku und Kabeln genügend Platz.

Thorsten Rohner hat so etwas schon gebaut [LINK - runter scrollen] aber auch die Firma 2M-CAM [LINK] baut diese auf Wunsch.

 

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Ich habe die Helmkamera im Urlaub beim Snowboarden eingesetzt (Videos kommen noch) und mir einen Tag vorher dieses Gehäuse schnell zusammengebastelt. Es besteht aus einer 1l großen Frischhaltedose die sich "emsa - clip&close " nennt. Verschiedene Kaufhäuser führen solche Dosen. Ich hab sie bei Leiner für ca. 3 Euro gekauft. Die HC96 hab ich zum Testen dabei gehabt :-). 

 

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Gepolstert habe ich den Innenraum mit Schaumstoff, den ich zuhause noch von Computerteilen herumliegen hatte. Befestigt  habe ich diesen mit doppelseitigen Klebeband. An der Seite habe ich ein Loch geproxxont (meiner Meinung nach besser als Dremmel :-) ) und noch mit einem Teil einer Rohrisolierung umklebt. Damit wird das Sony AV-Kabel etwas entlastet.

 

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Durch das Loch kommt das Sony AV-Kabel und das Lanc Kabel. Zuerst wird das Lanc Kabel durchgeführt, dann dieses an die Kamera angeschlossen. Danach wird die Kamera in das Gehäuse gesteckt und das Sony AV-Kabel angeschlossen.

 

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Zur seitlichen Absicherung stecke ich noch ein paar Stücke der Rohrisolierung hinein. Die HC96 ist so gut verpackt und bewegt sich keinen mm.

 

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Alles was hier links vom grünen Strich ist, wird außerhalb des Rucksackes befestigt, die rechte Seite liegt im Rucksack. Diese Lösung ist noch nicht ganz perfekt, da Akkupack und Kabeln nicht im Gehäuse liegen und sich das AV-Kabel aus der Buchse der HC96 lösen könnte. Ich habe Akkupack und Kabel daher mit einem Gummiband fixiert und eine Haube über die ganze rechte Seite hier im Bild gestülpt. Für das nächste Gehäuse suche ich mir eine größere Dose.

 

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Ein großer Vorteil gegenüber den Pelicase-Koffer: Durch Drehung des LCDs um 180° nach außen sieht man, wohin die Helmkamera filmt und kann dadurch leicht eingestellt und kontrolliert werden. So sieht man sofort, ob die Kabelverbindungen noch fix verbunden sind und ob der Akku noch genügend Strom liefert (bei abfallender Spannung bekommt das Bild Störungen). Weiteres lässt sich der Winkel der Kamera am Helm und die genaue Ausrichtung (CCD Chip gerade drehen) einfach einstellen. Man kann auch etwas üben und sieht, was bei welcher Kopfstellung aufgenommen wird. Das ist vor allem beim Teleobjektiv sinnvoll, da dieses nur einen kleinen Teil des Sehbereiches aufnimmt.

 

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Hier sind bis auf das 8 mm alle Objektive zu sehen, welche auf der 2355 montiert werden können [LINK] .

Leider sind diese nicht direkt beschriftet. Man kann sie aber aufgrund der Objektivwölbung und Versenkung auseinander halten. Das 6 mm ist kleiner und hat eine flache vordere Linse die sehr tief liegt, das 4,3 mm ist am meisten gewölbt, das 2,9 mm am wenigsten und ist sehr wenig versenkt.

 

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Benno, ein Leser dieses Blogs, hat mir per email einen sehr guten Tipp zum Scharfstellen der Helmkamera gegeben: über einen Siemens-Stern. Ein Siemensstern ist ein Kreis mit schwarzen Strahlen zum Testen von Objektiven oder digitalen Anzeigegeräten. Umso kleiner der graue Kreis in der Mitte ist, umso besser ist das Objektiv/Monitor/LCD-Display.

Zum Scharfstellen der Helmkamera filmt man diesen und dreht das Objektiv so lange hin und her, bis der entstehende graue Innenkreis so klein wie möglich ist. Die grünen Kreise im obigen Bild stellen das symbolisch dar. Am Ende des Artikels findet man ein Video darüber.

Einen guten ausdruckbaren Siemensstern findet man bei Stefan Neudeck [LINK] hier [Download-LINK] [Download-LINK Mirror] oder einen mit weniger Strahlen bei Wikipedia [Download-Link]

Ein Siemensstern mit wenig Strahlen (wie der von Wikipedia) eignet sich für größere Entfernungen (ab 1,5 m) besser da hier die Strahlen besser zu erkennen sind. Meine Fotos wurden mit der HC96 im Play/Edit Modus über die Photo-Taste gemacht. Die Siemenssterne habe ich auf A4 auf stärkeren Papier ausgedruckt. Der CCD der Helmkamera war 65cm von der Wand entfernt. Beim Scharfstellen habe ich keinen Unterschied zwischen 65cm und 1,9m ausmachen können, also das Objektiv war bei beiden Entfernungen in der gleichen Position am schärfsten.

 

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Die Sicherungsschraube, mit der das Objektiv fixiert wird, ist sehr winzig und man sollte sie nie ganz herausschrauben. Weiters sollte man sie laut Bedienungsanleitung nicht zu fest anschrauben. Zu locker ist aber auch nichts - bei mir wurde die Schraube während einer Fahrt einmal locker und die ganzen Aufnahmen danach waren unscharf, da sich das Objektiv verdrehte. Zum Glück kontrolliere ich beim Snowboarden bei jeder Gondelfahrt das Bild ;-).

Jedes Objektiv hat 2 Gewinde und dazwischen etwas Abstand. Das 6 mm und das 3,6 mm hinterlassen auf diesem Abstand beim festeren Anschrauben der Sicherungsschraube eine kleine Kerbe, das 2,9 und das 4,3 mm am oberen Gewinde.

Durch diese Kerbe ist es möglich, das Objektiv einfach scharfzustellen (Sicherungsschraube leicht festziehen - Objektiv drehen bis kleines einrasten spürbar). Das verlangt aber etwas Feingefühl und beim 1. mal Scharfstellen - also dann, wenn die Kerbe entsteht, sollte das Objektiv wirklich an der richtigen Position stehen.

Optimal wäre eine Sicherungsschraube, die an der Spitze gummiert ist. Diese wäre dann gegen ein Loslösen gesichert und hinterlässt keine Spuren am Objektiv. Fraglich nur, ob sowas auf dieser winzigen Schraube machbar ist. 

 

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Hier alle 4 Objektive scharfgestellt zum Vergleichen des Aufnahmewinkels. Wie gesagt ist die Helmkamera 65mm von diesen Siemenssternen entfernt. Die Fotos sagen wenig über die Qualität der Helmkamera aus, Videos sehen wesentlich besser aus. Was hier wie Vignettierung aussieht, ist keine. Ich habe einen 500W Halogen-Strahler auf den mittleren Siemens-Stern gerichtet. Dadurch ist diese Abschattung entstanden.

 

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Laut Bedienungsanleitung wird empfohlen, die Objektive über einen TV oder Monitor scharf zu stellen. Beim Monitor geht das einfach über Firewire und der Freeware WinDV [LINK] . WinDV liefert nicht das beste "Live" Bild (diverse Schnittprogramme sind besser) da viele Bildblöcke erscheinen. Zum Einstellen genügt es aber.

Jedenfalls habe ich versucht nur über den LCD der Sony DCR-HC96 scharf zu stellen. Ich sehe hier weder bei diesem Weitwinkel...

 

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... noch bei diesem Teleobjektiv einen Unterschied.

 

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Zum Schutz kommen die Objektive von Pacelog mit diesen Schutzkappen - leider nur für die Vorderseite der Objektive.

Staub und Schmutz kann man beim Justieren des Objektivs einfach feststellen. Der Staub am Objektiv ist durch die Drehbewegung einfach zu sehen.

Dieses Video soll zeigen was gemeint ist und zeigt auch das Justieren mittels Siemensstern:

Im nächsten Beitrag über diese Helmkamera sind dann endlich Videos zu sehen :-).

29.2.08 07:09


72 Helmkamera Pacelog BC2355EXV (Teil 1)

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Helmkamera, Fingerkamera, Helmcam, Helmet cam, Helmet camera, Tube cam... unter vielen Namen sind die Kameras zum Filmen aktionreicher Szenen, sei es Fallschirmspringen, Skifahren, Motorradfahren, Kartfahren, etc., bekannt.

Ich habe eine Pacelog BC2355EXV zum Testen bekommen, und zwar im Packet ProPack 4. Dieses Packet wird zurzeit von Pacelog für 279 Euro angeboten. Hier im 1. Teil stelle ich die Cam und das Zubehör im Detail vor und erkläre, wie sie angeschlossen und justiert wird.

 

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Die AA Batterie dient bei mir immer zum Größenvergleich. Der Koffer ist 28 (mit Griff) x 32,5 x 7,7 (H x B x T) cm groß. Der Deckel und der Boden ist mit einem 23 x 32 x 3 (H x B x T) cm dicken Schaumstoff belegt, wobei der Bodenteil ausgeschnittene Fächer hat.

Die Verteilung der Fächer und der ungenutzte dicke Schaumstoff im Deckel finde ich nicht so optimal, aber das ist nicht so wichtig.

 

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Hier der Lieferumfang:

  1. 8fach AA Batteriehalter + Anschlusskabel
  2. Mikrofon paceMic Double
  3. paceMount Halterung
  4. 2m DC/Video Kabel
  5. 0,5m DC/Video Kabel
  6. BC2355EXV Helmkamera mit 550 TVL, 3,6mm Objektiv und 1,5m langem Kabel
  7. Ersatzschutzglas
  8. 4,3mm Wechselobjektiv
  9. 2,9mm Wechselobjektiv

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Der 8-fach Batteriehalter ist für Batterien und nicht für Akkus gedacht da 8 x 1,5 Volt Batteriespannung 12V sind aber 8 x 1,2 Volt NiMh Akkuspannung 9,6V sind. Laut Bedienungsanleitung funktioniert die 2355 mit 12V +/- 20%, also in einem Spannungsbereich von 9,6 bis 14,4V. Daher funktioniert die Kamera auch mit 8 NiMh Akkus in dieser Halterung, aber nicht so lange. Ein 10-fach AA Batteriehalter ist für Akkus besser (10 x 1,2 = 12V).

Der Batteriehalter und das Kabel verfügen über einen Batterieclip, wie er bei 9V Batterien zu finden ist.

 

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Das paceMic Double ist ein vorverstärketes Mikrofon und besteht aus:

  1. Stromstecker
  2. Stromkupplung
  3. Cinchkupplung für Audio Rechts
  4. Cinchkupplung für Audio Links
  5. Vorverstärkermikrofon

 

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Das Mikrofon nimmt in Mono auf, gibt das Signal aber an die linke und rechte Seite weiter. Das spart bei einer Stereowiedergabe Arbeit. Wer das nicht will steckt einfach nur die linke oder die rechte Seite an.

 

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Die paceMount Halterung kann mit Schrauben irgendwo befestigt werden, dreht sich in allen Richtungen und wird mit einer Flügelschraube fixiert.

 

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Das DC/Video Kabel kommt in 0,5m und 2m Ausführung, wobei die Länge von 2 und 3 bis zum Knoten immer gleich lang ist.

Dieses Kabel verbindet über 1 die Kamera und wird mit 2 am Videoeingang und mit 3 an der Stromversorgung (Batteriehalter) angeschlossen.

 

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Die linke Spezialkupplung hat Masse Video, Videosignal, Strom +, Strom - vereint.

 

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Links der Stecker von der Kamera kommend, rechts die dazugehörige Kupplung.

 

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Zuerst wird der Stecker mit der Kupplung zusammengesteckt (Bild oben), und dann verschraubt (Bild unten). Diese Verbindung ist zugfest und sogar wasserdicht. Finde ich sehr gut gelöst.

 

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Hier die BC2355EXV mit ihrem 1,5m langen Kabel. Sie ist geschützt nach IP67. Was bedeutet das?

Kurz gesagt:  Sie ist gegen Staub und zeitweiligem eintauchen im Wasser geschützt.

 

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An der Rückseite befindet sich ein Standard 1/4 Zoll UNC Stativgewinde. Das Kabel lässt sich nach hinten oder zur Seite wegführen, daher ist eine Montage am Stativ möglich. Nur die scharfen Kanten sehe ich hier als Manko. Diese wetzen das Kabel auf. Ich empfehle diesen Teil mit Isolierband vorsätzlich zu verstärken. Man kann die Kanten auch sehr vorsichtig abfeilen.

 

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Die 2355 ist 82mm lang, hat einen Durchmesser von 23mm und ist 63g schwer.

 

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An dieser Stelle eine kurze Erklärung, warum ich dieses Modell von Pacelog vorziehe:

  • 550 TVL liefern ein besseres Bild als 480 TVL, vor allem bei Schnee und das Material lässt sich gut mit dem der HC96 zusammenschneiden. Also kommen nur die 2155, 2355 und die 2555 in Frage.
  • Die 2155 ist mit 72 x 21mm und 43g zwar kleiner und leichter, der Objektivwechsel ist aber schwieriger und die Cam unterstützt nicht so viele Objektive. Dafür ist sie aber IP68 geschützt und daher gegen dauerndes eintauchen im Wasser.
  • Die 2555 ist mit 75 x 25mm und 73g am größten und "schwersten" und ist für WW ausgelegt.

 Eine Tabelle mit Unterschiede gibt es hier [LINK] und hier [LINK] findet man die passenden Objektive.

 

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Zum Objektivwechsel schraubt man zunächst die Schutzkappe herunter. In ihr befinden sich das Schutzglas, die Frontdichtung und die Objektivführung. Damit nicht alles herausfällt empfehle ich beim ab- und anschrauben die Kamera mit der Schutzkappe nach unten zu halten.

 

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Hier sieht man das Schutzglas, den vorderen O-Ring und die Objektivführung.

 

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Die Bestandteile der Kamera in 2 verschiedenen Ansichten:

  1. Schutzkappe
  2. Schutzglas
  3. Frontdichtung
  4. Objektivführung
  5. Führungsdichtung
  6. Objektiv
  7. Gehäuse
 

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Der Pfeil "TOP" kennzeichnet die Oberseite des CCD-Chips und daher auch die obere Kante des aufgenommenen Bildes. Um kein schiefes Bild zu erhalten muss dieser Pfeil immer oben sein (logisch).

Hier sieht man auch die Sicherungsschraube. Zum Objektivwechsel ist diese zu lösen und zwar mit einem 1,5mm Schlitzschraubenzieher.

 

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Das geht entweder mit einem "Wiha PicoFinish 260P 1,5x40" aber auch mit den billigeren silbernen Feinmechanikerschraubenzieher. Letztere ist aufgrund seiner Größe für Reisen praktischer.

 

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Die Schraube vorsichtig nach links drehen (alle Schrauben gehen nach links raus... ), aber nicht ganz. Sie fällt sonst heraus und es gibt nichts Blöderes als diese Schraube auf einer Skihütte zu suchen (schon erlebt ).

 

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Nach dem lösen der Sicherungsschraube ist das Objektiv freigegeben und man kann es mit einigen Linksdrehungen austauschen.

 

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Da sich im Gehäuse direkt hinter dem Objektiv der CCD Chip befindet, darf man nie ein Objektiv bis zum Anschlag hineindrehen. Es könnte am Chip andrücken und diesen beschädigen.

 

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Hier ist große Vorsicht geboten. Das Gehäuse am besten immer nach unten halten und beim Wechsel das andere Objektiv sofort anstecken damit kein Staub oder Schmutz auf den Chip kommen kann - wie bei einer digitalen Spiegelreflexkamera.

Nach dem Objektivwechsel muss die Kamera wieder fokussiert werden. Dazu schließt man sie an ein möglichst großes TV Gerät an und schraubt so lange das Objektiv hinein (also nach rechts) bis das Bild scharf wird. Wird es unscharf dann wieder zurückschrauben. Wenn die Position passt, kann man das Objektiv mit der Sicherungsschraube wieder fixieren. Das sollte nicht zu fest sein, sonst zerstört man das Gewinde am Objektiv. Aber auch nicht zu locker, sonst verrutscht es und das Bild wird unscharf.

Zur Not kann man auch durch Kontrolle über das Display der HC96 fokussieren. In der Pacelog Anleitung steht zwar das Gegenteil aber es funktioniert.

 

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So verbindet man die Helmkamera mit der Sony DCR-HC96.

  1. Helmkamera mit DC/Video Kabel verbinden
  2. DV/Video Kabel mit Batteriehalter verbinden
  3. DV/Video Kabel mit VMC-15FS (bei HC96 dabei) oder VMC-30FS verbinden
  4. VMC-15FS/VMC-30FS mit HC96 verbinden

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Alle Verbindungen geschlossen.

 

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Will man Ton über das Mikrofon auch haben, wird dieses in den Stromkreis gehängt.

  1. Helmkamera mit DC/Video Kabel verbinden
  2. Mikrofon an Stromkreis hängen:
    • a) paceMic Double mit Batteriehalter verbinden
    • b) paceMic Double mit DV/Video Kabel verbinden
  3. DV/Video Kabel mit VMC-15FS (bei HC96 dabei) oder VMC-30FS verbinden
  4. VMC-15FS/VMC-30FS mit HC96 verbinden
  5. paceMic Double mit VMC-15FS/VMC-30 FS verbinden (weiß - Tonspur Links)
  6. paceMic Double mit VMC-15FS/VMC-30 FS verbinden (rot - Tonspur Rechts)

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Hier wieder alle Verbindungen geschlossen. Die Reihenfolge ist im Prinzip egal. Wer auf der sicheren Seite sein will: alles zusammenstecken, Batteriehalter zum Schluss, dann Kamera einschalten.

Wie man sieht, gibt es hier jede Menge Kabel. Wie man diese verstauen kann, sieht man gut im Beitrag #71. 

Das Packet ist sehr gut, trotzdem könnte man noch etwas besser machen:

  • Abgerundete Kanten an der Stelle wo das Kabel das Gehäuse verlässt
  • beigelegte Ersatzsicherungsschraube
  • beigelegte Ersatz O-Ringe 

Möglichkeiten über Verstauung, Befestigung, Stromversorgung, Tipps und Bilder und Videos wird es in späteren Beiträgen geben.

 

20.2.08 07:16


71 Helmcam Lösung für HC96

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Ein großer Vorteil der Sony DCR-HC96 ist, dass man an ihr eine Helmkamera anstecken kann. Ich beschäftige mich zurzeit wieder viel mit diesem Thema und habe einiges zu berichten. Stephan, ein Leser dieses Blogs, hat mir sehr interessante Ideen und Bilder über seinen Einsatz der HC96 mit der Helmkamera BC2155 von Pacelog [LINK] geschickt. Alle Bilder und ein Teil des Textes stammen von ihm. An dieser Stelle sag ich nochmal danke dafür.

 

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Ich hab damit ich beim Kart fahren und Paintball spielen filmen kann eine alte Bauchtasche genommen und...

 

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...in die Trennwand zwischen dem vorderen Fach und dem hinteren großen Fach ein Loch geschnitten, so passt hinten die HC96 mit dem Akkublock der Helmkamera rein. Dazwischen hab ich ein Stück Moosgummi geklemmt damit der Camcorder nicht verkratzt.

 

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In das vordere Fach kommen dann die ganzen Kabel und Steckverbinder, so gehen von der Tasche dann nur noch 2 Kabel weg, eins zur Kamera und eins zum Mikrofon.

 

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Als ich dann mal damit gefilmt hab bekam ich gleich Probleme mit dem Power Schalter.

 

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Deshalb hab ich mir aus dem seitlichen unteren Teil einer Fructis Shampoo Flasche eine kleine Abdeckung gebastelt. Wenn man das Kunststoff kurz in gerade aufgekochtes Wasser wirft lässt es sich noch etwas an die Camcorderform anpassen.

 

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Das ganze wird mit 2 kleinen Klettstreifen, die ich mit Doppelklebeband an Camcorder und an die kleine Abdeckung geklebt hab,...

 

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...befestigt.

 

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Außerdem hält das AV Kabel nicht so super in der Buchse und die Verbindung wird mit der Zeit auch noch immer wackeliger also musste eine Lösung her damit der Stecker während dem Filmen nicht einfach Kontaktprobleme bekommt. Ich hab also ein dünnes 38mm x 40mm Edelstahlblech genommen...

 

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...und an den 38mm Seiten ca. 13mm vom Rand weg 15mm tief eingesägt, so dass also das Blech in der Mitte noch an 8mm zusammenhält. Dieses 13mm Stück hab ich dann um einen 10mm x 10mm Vierkantstahl gebogen, so dass dann der Stecker richtig fest eingeklemmt werden kann.

 

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Ich hoffe die kleine Zeichnung macht das ganze etwas klarer.(Die roten Striche gehören eingeschnitten, die grauen Flächen werden um den Stecker gebogen).

 

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Nette Ideen und gute Gesamtlösung, die sicher einige von euch brauchen können. Zurzeit hab ich eine Pacelog BC2355EXV [LINK] im Test und werde bald darüber schreiben. Ich hatte auch mit dem Sony AV Kabel zu kämpfen, eine Winkelausführung wäre ideal.

19.2.08 00:14


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